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Alle Fragen zum neuen DVB-T2 HD Wie funktioniert digitales Antennenfernsehen?

Eine Frau schaut digitales Fernsehen
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Wir beantworten alle Fragen zum DVB-T2 HD, damit Sie zum Experten in Sachen digitales fernsehen über Antenne werden. 

1.) Welchen Nutzen bietet der neue Standard?

Mit dem TV-Signal über Antenne kommen jetzt Sender in hochauflösender Bildqualität (1920 x 1080 Pixel) ins Haus, das war bisher nur über Kabel bzw. Satellit möglich. Außerdem werden mehr Sender ausgestrahlt als über das alte DVB-T: insgesamt über 40 öffentlich-rechtliche und private Programme. Auch wo die Privaten derzeit nicht via Antenne zu empfangen sind, werden Zuschauer diese künftig mit DVB-T2 HD sehen können.

Technisat-Digipal-T2-HD-Digitalreceiver
Digitalreceiver

Damit können Sie nicht nur die öffentlich-rechtlichen Programme sehen, das Gerät ist auch für den Empfang privater Sender ausgelegt, ca. 110 Euro (Technisat) 

 

2.) Wo wird das Antennen-TV gesendet?

Nach Kabel und Satellit rangiert Antennen-TV an dritter Stelle. Vor allem in Ballungsregionen (Berlin, Bremen, Hamburg, NRW) sehen bis zu 25 Prozent der Zuschauer ihr Programm auf diesem Empfangsweg. Bis 2019 wird der neue TV-Standard – zumindest für die Öffentlich-Rechtlichen – bundesweit ausgebaut. Nach Eingabe der Postleitzahl auf der Internetseite dvb-t2hd.de sehen Sie unter der Rubrik Empfangs-Check die Versorgung in Ihrer Region.

3.) Welche Sender kann ich empfangen?

Am 29. März 2017 beginnt der Regelbetrieb, dann wird das alte DVB-T abgeschaltet. Neben bundesweiten öffentlich-rechtlichen Sendern (ARD, ZDF, 3sat, Arte, Phoenix etc.) werden je nach Region zusätzlich die dritten Programme anderer Bundesländer ausgestrahlt. Die Privatsender (z. B. RTL, ProSieben, Sat.1) werden nur verschlüsselt übertragen und ab 1. Juli 2017 kostenpflichtig. Insgesamt sind rund 40 Sender verfügbar. 

Freenet-TV-Karte
Private Sender in HD

Sie werden verschlüsselt unter dem Namen „Freenet-TV“ angeboten. Dazu benötigen Sie ein „CI+-Modul“ mit integrierter Karte zur Entschlüsselung, ca. 80 Euro inkl. 3 Gratismonaten. 

 

4.) Kann ich mein altes Fernsehgerät weiterhin benutzen?

Zuschauer per Kabel oder Satellit sind nicht betroffen. Wer aber bisher TV über Antenne empfängt, benötigt zwingend den neuen Receiver mit grünem Logo. Erst dann ist ein altes Gerät fähig, die neuen Signale für DVB-T2 HD zu empfangen. Sonst bleibt der Bildschirm schwarz. Wichtig: Bei den verschlüsselten Privatsendern müssen Sie darauf achten, dass der Receiver auch für „Freenet-TV“ zertifiziert worden ist. 

5.) Worauf ist beim Kauf eines neuen Fernsehers zu achten?

Bislang hatten viele Geräte zwar einen DVB-T2-Empfänger, aber das allein genügt nicht: Ohne den Zusatz „HD“ kommen Sie mit der neuen Videokodierung (HEVC) nicht zurecht. Das heißt, nur mit dem grünen Logo ist das Produkt zukunftssicher. Zusätzlich sollten neue TV-Geräte mindestens zwei Schächte für „CI+-Module“ haben, um kodierte Programme unterschiedlicher Empfangswege entschlüsseln zu können.

Cinergy-TC2-Stick-micro
Mobiles TV für den Laptop

Der „Cinergy TC2 Stick micro“ verwandelt Notebooks oder Tablets (Windows oder Android) in einen Fernseher für unterwegs, ca. 50 Euro (Terratec). 

 

6.) Brauche ich eine neue Antenne?

Nein. Bisher für DVB-T genutzte Antennen können Sie in der Regel weiter verwenden (Zimmerantenne in den Ballungsräumen, Außen- oder Dachantenne auf dem Land). Allerdings ist bei schlechtem Empfang ein integrierter Signalverstärker sinnvoll. Solche Antennen gibt es ab 20 Euro.

7.) Kostet der Empfang von DVB-T2 HD Gebühren?

Die Programme der öffentlich-rechtlichen Sender werden unverschlüsselt ausgestrahlt und sind kostenlos, da bereits mit der Rundfunkgebühr abgegolten. Wer auch die Privatsender über Antenne empfangen will, benötigt vom 29. März 2017 an einen entsprechend zertifizierten Receiver oder ein „CI+-Modul“ (ca. 80 Euro) zur Entschlüsselung der Signale. Das Modul wird bei den neuen TV-Geräten in einen freien Schacht eingeschoben. Erst dann können Sie sich das Abo von „Freenet-TV“ freischalten lassen. Es kostet 69 Euro pro Jahr und ist damit in der Regel etwas günstiger als die Gebühren für Kabel oder Satellit in HD-Qualität. Übrigens: Für Zuschauer, die ihr TV über diese beiden Wege empfangen, ändert sich nichts. 

8.) Gibt es noch einen Zusatznutzen?

Auch Haushalte mit Kabelanschluss im Wohnzimmer können nun mit ihrem Zweitfernseher in Küche, Kinderzimmer, auf der Terrasse oder beim Camping hochauflösendes TV ansehen. Tragbare Geräte mit integriertem DVB-T2-HD-Empfänger gibt es bereits ab ca. 200 Euro. Außerdem können spezielle USB-Sticks das neue TV-Signal verarbeiten und verwandeln so Tablet oder Notebook in ein mobiles Fernsehgerät. Das schont, anders als Video-Streaming, ganz nebenbei die eigene Internetdatenrate. 

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