Ökologisch Wohnen

Rund ums zukünftige Wohnen 10 Fragen zum vernetzten Haus

Ein vernetztes Haus steuert alle Abläufe per Fernbedienung
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1.) Was ist ein Smart Home? 

Übersetzt meint es „schlaues Haus“. Die Vernetzung von Haustechnik und Haushaltsgeräten automatisiert Funktionen und Abläufe. Damit können Sie Wohn- komfort und Sicherheit erhöhen sowie Energie sparen: Beispielsweise lassen sich Lichtszenarien für morgens und abends programmieren, die Waschmaschine während des Einkaufs überwachen oder die Heizung fährt ihre Leistung herunter, sobald ein Fenster im Raum geöffnet wird. 

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2.) Was kann ich alles steuern? 

Sie können fast alles im Haus vernetzen und dadurch fernsteuern oder programmieren. Über einen Zwischenstecker lässt sich nahezu jedes elektrische Gerät über Smartphone oder Tablet regeln: Kaffeemaschine, Heizung, Leuchten, Türsensoren, Fensterrollos, Markisen, der Fernseher oder Ihre Lieblingsmusik unter der Dusche. 

3.) Was ist sinnvoll, was eher Spielerei? 

Viele Funktionen helfen, Energie zu sparen, oder sorgen für mehr Sicherheit. Katzenbesitzer freuen sich vielleicht über eine digitale Katzenklappe, die nur den eigenen, mit einem Chip markierten Kater ins Haus lässt. Die elektrische Zahnbürste, die Putzgewohnheiten ans Smartphone funkt, macht Kindern Spaß und freut den Zahnarzt. Sinnvoll oder Spielerei? Beides! 

4.) Kann man auch Nachrüsten? 

Sogenannte Starter-Pakete auf Funkbasis (z.B. Devolo, Telekom, RWE) sind der Einstieg zum Smart Home. Sie bieten eine Grundausstattung, die man jederzeit erweitern kann. Die technischen Voraussetzungen: ein Router, den es in Haushalten mit einem Internetanschluss ohnehin gibt. Allerdings sind nicht alle Funksysteme untereinander kompatibel. 

5.) Wie werden Daten übertragen? 

Die Daten werden entweder über Kabel (z.B. KNX, Digitalstrom, Loxone) oder Funk übertragen. Zu den Funknetzen gehören u. a. Bluetooth, WLAN, Z-Wave, Zigbee. Einige Systeme bieten Basisstationen (z. B. Telekom, RWE), die mehrere Funktechniken verstehen (aber nicht alle!), andere Anbieter sind auf einen Standard festgelegt. Bei allen Nachrüstungen sollten Sie darauf achten, dass die Geräte kompatibel sind. 

6.) Was mach ich, wenn der Akku leer ist? 

Prüfen Sie beim Kauf, dass Geräte, die über Online-Dienste (Clouds) bedient werden, dann noch funktionieren, wenn die Internetverbindung ausfällt. Elektronische Türschlösser müssen auch ohne Strom zu öffnen sein. Sehr gut sind Systeme, die mit App und Schalter bedient werden können, z. B. von Digitalstrom, das auch mit den vorhandenen Lichtschaltern funktioniert. 

7.) Wie sicher sind meine Daten? 

Wie bei Smartphones oder modernen PKWs ist der Kunde auch hier ein „gläserner Verbraucher“. Aus der Nutzung einzelner Elektrogeräte kann man auf Lebensgewohnheiten schließen. Sie sollten darauf achten, dass Daten nur als anonyme Werte und grundsätzlich verschlüsselt übertragen werden können (z. B. mit Zwei- Faktor-Authentifizierung). Und Vorsicht bei Software-Aktualisierungen: Stammen sie wirklich von echten Geräteanbietern? 

8.) Schaden mir die Funkwellen? 

Es gibt zwar zusätzliche Funkwellen, die Belastung ist aber gering. Die Geräte senden in der Regel auf Frequenzen, die nur begrenzt genutzt werden und eine schwache Sendeleistung haben. Das minimiert ein gesundheitliches Risiko. Es ist wesentlich niedriger als durch Elektrosmog oder die Strahlenbelastung von Schnurlostelefonen oder Smartphones. 

9.) Was mache ich beim Umzug? 

Sogenannte Plug-and-Play-Funksysteme lassen sich überall problemlos nachrüsten und bei einem Umzug mitnehmen – im Unterschied zu Festeinbauten mit KNX-Leitungen und Unterputzinstallationen. Die Installation ist relativ einfach und braucht keinen Handwerker. Das Smartphone hilft mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung in der App. 

10.) Können Hacker einbrechen?

Grundsätzlich gilt: Achten Sie auf eine aktuelle Firewall des Routers und ersetzen Sie sofort die werkeingestellten Passwörter durch eigene, sichere. Früher waren die Funksignale ebenso wie die Kommunikation der Geräte übers Netz oft unverschlüsselt. Mittlerweile haben aber alle renommierten Hersteller diese Datenübertragungen verschlüsselt. 

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