Ökologisch Wohnen

Tipps und Techniken zum Energieverlust in der Wohnung Wärmeschutzfenster für neues Wohngefühl

Hochdämmende Profile, bessere Dichtungen und moderne Verglasung beseitigen Wärmelecks am Fenster. Wir nennen Kosten und erklären die nötige Technik.
Fenster-Check
   
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Wenn es das erste Mal friert und Wasserdampf über Nacht an der kalten Scheibe kondensiert, verraten die Tropfen: Höchste Zeit zu überprüfen, ob die Fenster veraltet sind und zu viel Heizenergie nach draußen entweicht (siehe Info „Fenster-Check“). Nicht nur das Glas kann ein Wärmeleck sein, auch undichte und rissige Rahmen sorgen für zu hohe Heizkosten. Ein modernes Wärmeschutzfenster lässt bis zu 75 Prozent weniger Energie hinausziehen als Einfachscheiben – ein Austausch lohnt sich also.

Fenster-Check

Mit vier Thermometerstreifen kann man den Wärmeverlust durch eine Scheibe testen, am besten bei Außentemperaturen unter fünf Grad. Nummer 1 liegt im Wohnraum. Nummer 2 wird innen aufs Glas geklebt, Nummer 3 außen, beide etwa in der Mitte. Thermometer 4 wird außen angebracht. Den Heizkörper muss man eine halbe Stunde vorher ausdrehen. Nach einigen Minuten geben die Streifen die Temperaturen an. Die Ergebnisse kann man auf einer Postkarte zur Auswertung an die Firma Kömmerling schicken. Alternative: Daten selbst im Internet unter www.fenster-check.de eingeben. Hier kann man das kostenlose Set auch bestellen. Anhaltspunkt: Ist die Gradzahl an der Scheibe niedriger als die im Zimmer, verliert man zu viel Energie durch die Verglasung.

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Veraltete Fenster sind weit verbreitet. Der Verband der Fenster- und Fassadenhersteller beziffert die Anzahl einfach verglaster Fenster auf 30 Millionen. Mit unbeschichteten Isolierglasfenstern wurden Neubauten ab den Siebzigern bis 1995 ausgestattet. Sie verlieren zwar nur halb so viel Energie wie simples Glas, doch ihr U-Wert, der angibt, wie hoch der Energieverlust ist, liegt noch bei etwa 2,8 W/m2K.* Heutige hochgedämmte Rahmen mit Dreifachverglasung erreichen bis zu 0,8 W/m2K*. Den Erfolg bringen mehrere Maßnahmen.Kunststofffenster haben zahlreiche Luftkammern im Profil und verzichten auf Stahlverstärkungen als potenzielle Wärmebrücken.Und sie werden ebenso wie Holz- und Alurahmen mit zusätzlicher Dämmung ausgestattet.

Bei Scheiben ist eine Zweischeiben- Wärmeschutzverglasung Mindeststandard, im Trend liegen drei Scheiben. Funktionsprinzip: Sie lassen mit dem Licht viel Energie hinein, aber nur wenig hinaus. Das gelingt, weil auf einem Glas eine unsichtbare dünne Metallschicht die Wärmestrahlen im Zimmer hält. Zusätzlich sind die Räume zwischen den Scheiben mit Argon oder Krypton gefüllt.

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Schlagworte
Energiesparen | Architektur
Autor
Judith Preuß